Aktuelles

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Neues und Älteres mit Bezug zu Weihnachten: Baumschmuck, Spielsachen auch Reproartikel und was sonst zu Hause nicht mehr genutzt wird, haben Bürgerinnen und Bürger dem Verein zum Verkauf geschenkt. Daneben haben Obernbreiter Hausfrauen Beispiele ihrer Plätzchenbackkunst und Dörrobst gespendet.Es lohnt sich hereinzuschauen ins
Untergeschoss des Rathauses Obernbreit am 1. Dezember von 14.00Uhr bis 17.00 Uhr
Den Erlös des Basars nutzt der Verein, zum Unterhalt der neu gestalteten ehemaligen Synagoge und um weiterhin attraktive Veranstaltungen anbieten zu können.

Plakat Weihnachtsmarkt 2019
Plakat und Fotos: M.Walz

 

Basar zugunsten des Träger- und Förderverein ehemalige Synagoge Obernbreit e.V.

Bitte um Sachspenden

Traditionsgemäß veranstalten wir zum Nikolausmarkt, am 1. Dezember, einen originellen Basar im Erdgeschoss des Obernbreiter Rathauses. Wer Entsprechendes (Baumschmuck, weihnachtliche Dekoartikel etc.) hat und es nicht mehr nutzt, kann dies dem Verein zur Verfügung stellen. Interessant ist alles, was anderen Freude machen kann

  • an dem Sie sich satt gesehen haben
  • womit Ihre Kinder und Enkel nicht mehr spielen
  • was aus der Mode gekommen ist.

Spenden können bis 28. November 2019 abgegeben werden bei

  • Friedrich Heidecker, Gertholzweg 10, Obernbreit oder
  • Fam. Nusko, Am Gösberg 34, Obernbreit.

Nach Terminvereinbarung unter 09332/9469 können sie auch abgeholt werden.

Das bäuerliche Leben im Bayerischen Wald gegen Ende des 19. Jahrhunderts, die Armut, das Elend, die Unterdrückung der Frauen sind die beherrschenden Themen in diesem Film. Das Mädchen Emerenz Meier, im Film 10 Jahre alt, erlebt die Nöte und die Ungerechtigkeiten, sie lehnt sich dagegen auf, soweit es ihr möglich ist. Als eigenwillig und aufsässig wird sie beschrieben, weil sie sich in das herzlose, menschenverachtende Leben auf dem Dorf nicht bereitwillig einfügt.

Bild aus dem Film Schiefweg. Foto:  Archiv des Bayrischen Rundfunks/Chr. Hayer

Bild aus dem Film Schiefweg. Foto:  Archiv des Bayrischen Rundfunks/Chr. Hayer 
Bilder aus dem Film Schiefweg. Foto: Archiv des Bayrischen Rundfunks/Chr. Hayer

Sie hilft ihrem Onkel beim „Verslschreiben“ und wird später selbst Schriftstellerin. Der anfängliche Erfolg bleibt dann aber aus und sie wandert wie so viele andere schließlich 1906 nach Amerika aus. 1928 stirbt sie heimatlos und verarmt in Chicago.
Der Film wurde 1986 im Auftrag des Bayerischen Rundfunks unter der Regie von Jo Baier gedreht. Alle Rollen sind mit Laiendarstellern besetzt; sie sprechen den Dialekt dieser Gegend, wodurch das Leben in „Schiefweg“ sehr authentisch wirkt.
1989 wurde der Film mit dem Adolf-Grimme-Preis in Silber für Buch und Regie und für die Kameraführung ausgezeichnet.

 

PS: Die Schriftstellerin Emerenz Meier dürfte bereits denen bekannt sein, die die Ausstellung der Schafkopfkarten anlässlich unseres ersten Frauenschafkopfturniers besucht haben. Sie reiht sich ein - als „Grün-Unter“ - in die Gruppe der Frauen, die für Emanzipation und Gleichberechtigung gekämpft haben bzw. dies immer noch tun.

Der BR hat uns diesen Film dankenswerterweise kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Termin: Sonntag 26. Mai 2019, 18.00 Uhr

Ort: Ehemalige Synagoge Obernbreit

Dauer: 111 Minuten

FSK: Ab 16 Jahre

Der Eintritt ist frei.

Victor Klemperer
LTI: Notizbuch eines Philologen (1947)
(Lingua Tertii Imperii – die Sprache des Dritten Reiches)
Werk – Wirkung – Warnung


Victor Klemperers bedeutsames Nachkriegswerk ist ein autobiografisch geprägtes und zugleich zeitgeschichtliches Aufklärungsbuch über die Verbreitung nationalsozialistischer Denk- und Sprechweisen in der Alltagskommunikation in nahezu allen Lebensbereichen sowie über die Manipulation einfacher und gutgläubiger Menschen, darunter auch Angehöriger der jüdischen Bevölkerung, durch die Nazipropaganda in den Jahren 1933–45. Der Romanist, Literaturwissenschaftler, Publizist und Hochschullehrer Victor Klemperer (1881–1960) untersucht in seinem Notizbuch eines Philologen in einer Folge von Essays das Vokabular des NS-Staates in Presse, Rundfunk und öffentlichen Reden.
Thematische Schwerpunkte seiner kritischen Sprachanalyse, die in dem Vortrag erörtert werden, sind die antisemitische Rassenlehre; das Vokabular des Militärs und der Kriegsführung; Bezeichnungen für Propagandaaktionen zur Mobilisierung der Volksmassen sowie die innenpolitische Einflussnahme des NS-Regimes auf Personennamen und die außenpolitische Festlegung geografischer Namen für die im Krieg besetzten Gebiete.
Aufschlussreich sind Victor Klemperers Gesprächsanalysen in konfliktären oder kooperativen Situationen, im Nazi-Jargon oder familiären Umgangston. Durch seine Problemsicht und empirische Methode wurde Victor Klemperer zum Vordenker auf solchen Gebieten der Linguistik, die erst in späteren Jahrzehnten theoretische Gestalt annahmen. Erneut aktuell ist sein Werk LTI als Warnung vor Begriffen und Bezeichnungen der NS-Zeit für populistische Zwecke in der Gegenwart.

Professor em. Dr. phil. habil. Rosemarie Gläser, geboren in Dresden, studierte 1954–59 an der Universität Leipzig Anglistik/Amerikanistik, Germanistik und Pädagogik. Dort wurde sie nach ihrer Promotion und Habilitation zur Hochschuldozentin berufen und erhielt 1980 eine außerordentliche Professur für englische Sprache. 1992 erfolgte die Berufung auf eine ordentliche Professur für Angewandte Sprachwissenschaft/Fachkommunikation.

Nach ihrer Emeritierung im Jahr 2000 widmete sie sich der Pflege der jüdischen Erinnerungskultur in ihrer Heimatstadt Dresden und beschäftigte sich eingehend mit dem Leben und Werk Victor Klemperers und seiner beiden Ehefrauen Eva und Hadwig, insbesondere deren Mitwirkung bei der Rettung und Veröffentlichung seiner Tagebücher.

Rosemarie Gläser ist Mitglied des Freundeskreises Dresdner Synagoge e.V.

Foto von Victor Klemperer
Victor Klemperer. Bildnachweis: SLUB Dresden / Deutsche Fotothek / Ursula Richter

Ort: Ehemalige Synagoge Obernbreit

Termin: 6. Juni 2019

Beginn: 19.30 Uhr

Der Eintritt ist frei

„Als ich den Raum betreten habe, war ich erst mal geschockt“, erzählt Anton Kestel. Der Ochsenfurter Künstler konnte für eine Ausstellung in der ehemaligen Synagoge in Obernbreit gewonnen werden. Erwartet hatte er einen neutralen Ausstellungsraum - was er jedoch vorfand, war das teilsanierte, von Spuren aller Zeit- und Nutzungsphasen gewollt gezeichnete Gebäude, das immer wieder kontroverse Reaktionen hervorruft. Anton Kestel nahm die Herausforderung an und tüftelte eine ganze Woche an der optimalen Aufstellung seiner Skulpturen und der Aufhängung der Gemälde. Entstanden ist ein Gesamtkunstwerk, das sich organisch in das historische Ambiente einfügt.

Der bekannte Ochsenfurter Firmeninhaber Anton Kestel hat vor einigen Jahren eine neue Karriere begonnen. Getreu dem Picasso-Satz „Kunst vermag den Staub des Alltags von der Seele zu waschen“ arbeitet er nun als Maler und Skulpteur.

In seiner Laudatio bei der Ausstellungseröffnung am vergangenen Samstag sagte Jürgen Schumann, ebenfalls Künstler aus Ochsenfurt:

„Er probiert, er lernt, er verfeinert, er verwirft, gemeinsam mit Kollegen und in Lehrgängen mit Koryphäen. Er weiß, handwerkliche Fähigkeit schafft keine Kunst. Sie ist aber die Voraussetzung, kreative Ideen in ein Kunstwerk umzusetzen. Und er ist neugierig, ständig auf der Suche nach anderen Formen, Materialien, Möglichkeiten, seine Vorstellung von Ästhetik umzusetzen. (…) Er sieht und erkennt einfach das Potential von neuem Material und Werkstoff und was er mit ihm gestalten kann. (…) Mit Ton, Textilhärter, er nennt ihn flüssigen Kunststoff, und anderen Materialien unter dem Oberbegriff „Mixed Media“ schuf er faszinierende Skulpturen und Objekte wie Vögel, Fische, Menschen. (…) In den hier ausgestellten großartigen Bildern können Sie nachvollziehen, was passiert, wenn Materialien wie Marmorstaub und Sumpfkalk zusammengefügt werden, vermischt mit Farbpigmenten, Ölen und Bindern. Es entstehen eindrucksvolle Strukturen und Ebenen, Risse und Formen. Schier grenzenlos reagiert das Material von alleine und wird vom Künstler durch wiederholtes Auf- und Abtragen von Schichten und Farben in die ihm vorschwebende Form gebracht.“

Anton Kestel inmitten seiner Werke. Foto: M. Walz
Anton Kestel inmitten seiner Werke. Foto: M. Walz

Die Ausstellung kann noch an folgenden Terminen jeweils von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr besichtigt werden:

Palmsonntag,           14. April
Karfreitag,                19. April
Ostersonntag,          21. April
Ostermontag,           22. April

Der Eintritt ist frei. Spenden für den Erhalt des Gebäudes und die Durchführung von Veranstaltungen werden erbeten.