Aktuelles

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Aus aktuellem Anlass möchten wir auf die Eröffnung des Denkort-Deportationen (https://denkort-deportationen.de/) hinweisen. Der Denkort dient dem Gedenken der jüdischen Opfer der Deportationen von 1941-1944 aus dem Raum Würzburg und ganz Unterfranken. Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Teilnehmerzahl sehr stark beschränkt. Die Veranstalter bieten dafür auf ihrer Homepage die Möglichkeit, die Eröffnung im Internet zu sehen. Nach der Eröffnung ist die Veranstaltung auch in der BR-Mediathek und anderen Medien zu finden.

Termin: 17.06.

Internet: https://denkort-deportationen.de/

Liebe Mitglieder und Freunde des Vereins!

Leider hat die gegenwärtige Krise auch unsere Arbeit stark behindert und eingeschränkt. Wir konnten keine Gäste durch das Gebäude führen und mussten alle unsere Vorträge und Ausstellungen für 2020 absagen. Dabei hatten wir ein attraktives Jahresprogramm geplant: Ein gläubiger deutscher Jude sollte in einem Vortrag schildern, wie er seine religiösen Vorgaben in einer nicht-jüdischen Gesellschaft erfüllen kann. In einem zweiten Vortrag sollte eine Muslima über ihre Rolle berichten. Ein Konzert war geplant. Das Gymnasium hatte zugesagt, eine Ausstellung aus dem Kunstunterricht in neuer Form zu organisieren und eine Arbeit aus Geschichte/Sozialkunde vorzustellen. Auch diese Pläne müssen aufgegeben werden, da wegen der Schließung der Schulen zu wenig Vorbereitung möglich war. Es ist ungewiss, ob wir in diesem Jahr noch Veranstaltungen durchführen können.

Wir arbeiten aber schon daran, Ihnen im nächsten Jahr wieder ein interessantes Programm bieten zu können. Und vielleicht klappt es in diesem Jahr doch noch.

Aber auch wenn wir aktuell für Sie nicht "sichbar" tätig sein können, arbeiten wir im Hintergrund und haben so z. B. einen Projektantrag im Rahmen eines Förderprogrammes der ILE Interkommunale Allianz MainDreieck gestellt und auch den Zuschlag erhalten (siehe Mainpostartikel https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/bis-zu-100-000-euro-fuer-28-kleinprojekte-vom-zweckverband;art779,10442449). Im Rahmen dieses Projektes beschaffen und befüllen wir ein multimediales Informationsterminal, das in der ehemaligen Synagoge aufgestellt wird. Die Inhalte werden wir schrittweise immer wieder erweitern und ergänzen. Auch bei einem weiteren Förderprogramm haben wir uns mit zwei Projekten beworben.

Wir halten Sie auf dem Laufenden und freuen uns, Sie so bald es wieder geht in der ehemaligen Synagoge begrüßen zu können.

Wie in den Vorjahren gestalteten diesen Tag der Förderverein ehemalige Synagoge Kitzingen, der Träger- und Förderverein ehemalige Synagoge Obernbreit e.V. und dem AK Ge(h)wissen Iphofen.

2020 steht jüdische Musik im Mittelpunkt des Abends. Sepharische, jiddische und liturgische Lieder erinnern an schon fast verschwundene jüdische Tradition. Gegen das Vergessen dieses eigenständigen Liedguts engagieren sich unter anderen Natasa Zizakov und Nikola David. Beide Künstler treten an diesem Abend in der Alten Synagoge in Kitzingen auf.

Nikola David ist in Serbien geboren. Er war ein erfolgreicher Opernsänger; brach aber diese Karriere ab und studierte, um Chasan (Vorsänger im jüdischen Gottesdienst) zu werden.Als erster in Deutschland nach 1945 ausgebildeter Vorsänger wurde er 2013 in Erfurt ordiniert. Er ist Kantor in München und Stuttgart dazu Lehrbeauftragter an der Uni in Esslingen.

Am Flügel begleitet ihn die ebenfalls in Serbien geborene Organistin Natasta Zizakov. Sie studierte in Belgrad Orgel und in Hamburg Kirchenmusik. Sie lebt als Chorleiterin, Musikpädagogin und Organistin in der Schweiz.

Wir erinnern an diesem Abend nicht nur an die Shoa sondern auch daran, dass es jüdisches kulturelles Leben vor dem Holocaust gab und wollen Stellung beziehen gegen Antisemitismus und Hass.

 

Foto von Frau Zizakov

N. Zizakov. Foto: N. David

 

Foto von N. David

N. David. Foto: U. Wagner

 

Ort der Veranstaltung: Alte Synagoge Kitzingen

Zeit: 27. Januar 2020

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt 10 €

 

Am Sonntag, 1. März, läuft um 19.15 Uhr im Bayerischen Fernsehen in der Reihe "Unter unserm Himmel" eine höchst interessante Sendung mit dem Titel:  "Leben im Denkmal: Synagogengeschichten".

Es werden sechs Beispiele vorgestellt, wie ehemalige Synagogen in Franken heute genutzt werden, darunter aus unserer Region Hüttenheim und Wiesenbronn, zwei andere, wo Menschen gerade dabei sind, eine Sanierung zu planen, die älteste noch genutzte Synagoge in Bayreuth, und ein Taxifahrer, der die ehemalige Synagoge in Uehlfeld als Lager für Flipper-Automaten nutzt, die nach seinen Angaben überwiegend aus jüdischen Firmen stammen.

Die Obernbreiter Synagoge ist allerdings nicht dabei.

Weitere Informationen zur Sendung gibt es hier:

https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/unter-unserem-himmel/unter-unserem-himmel-synagogengeschichten-100.html

 

 

Neues und Älteres mit Bezug zu Weihnachten: Baumschmuck, Spielsachen auch Reproartikel und was sonst zu Hause nicht mehr genutzt wird, haben Bürgerinnen und Bürger dem Verein zum Verkauf geschenkt. Daneben haben Obernbreiter Hausfrauen Beispiele ihrer Plätzchenbackkunst und Dörrobst gespendet.Es lohnt sich hereinzuschauen ins
Untergeschoss des Rathauses Obernbreit am 1. Dezember von 14.00Uhr bis 17.00 Uhr
Den Erlös des Basars nutzt der Verein, zum Unterhalt der neu gestalteten ehemaligen Synagoge und um weiterhin attraktive Veranstaltungen anbieten zu können.

Plakat Weihnachtsmarkt 2019
Plakat und Fotos: M.Walz