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Wer will unter die Soldaten, der muss haben ein Gewehr;
das muss er mit Pulver laden und mit einer Kugel schwer.

Aus einem Kinderlied

Ergänzend zu den berührenden Bildern von Kindern, die in Kriegen schwer verletzt wurden, veranstaltete der Träger- und Förderverein ehemalige Synagoge Obernbreit e.V. zum Abschluss des Tages des offenen Denkmals eine Lesung mit dem Thema: Erziehung zum Krieg in Kinderbüchern vor dem 1. Weltkrieg. Manfred Hinkelmann von der Geschichtswerkstatt Ochsenfurt hatte seine Beispiele geschickt gewählt und zeigte seinem Publikum, wie allgegenwärtig die Erziehung zum Militärischen war. Bereits auf den ersten Seiten des ersten Schulbuches wurde Soldatsein als erstrebenswert dargestellt. Dass martialische Lieder vor allem gegen Frankreich seit den Freiheitskriegen verbreitet waren, erstaunte nicht. Wie viele Kinderbücher in der Zeit erschienen und wie sie auf den Krieg vorbereiteten und ihn verherrlichten, war den Zuhörern nicht bekannt. Hinkelmanns Paradebeispiel aber war die Kriegsszene zwischen Hornissen und Bienen aus dem Kinderbuch „Die Biene Maja“: In den Ausgaben von vor 1814 wird die ultimative Schlacht um den Bienenstock dargestellt als Beispiel für den kühnen Heldentod mit der Vernichtung der Angreifer. In einer neueren Auflage werden die Hornissen übertölpelt, in Wachs eingewickelt und hinausgeworfen.

Foto: Jürgen Scherer

Mit den Bildern von leidenden Kriegskindern an den Wänden der ehemaligen Synagoge führte der Abend vor Augen, wie offene oder subtile Kriegspropaganda ins Elend führt.

 

Die sehenswerte Ausstellung wurde verlängert. Weitere öffnungszeiten sind:

Sonntag, 28. Sept. von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Tag der Deutschen Einheit, 3. Okt. von 11.Uhr bis 17.00 Uhr

und nach Anmeldung unter Tel: 09332/9469 oder mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Der Eintritt ist frei.