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. . . wies das Lesekonzert zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus. Der im Kindesalter mit seiner Familie vor den Nazis geflohene Elazar Benyoetz wurde in Israel einer der bekanntesten Lyriker, der seine Aphorismen in deutscher Sprache veröffentlicht. Er steht in der Tradition

der großen deutschen Aphoristiker wie etwa Georg Lichtenberg, Jean Paul, Friedrich Nietzsche und Adorno. Er ist lebender Beweis dafür, dass es den verbrecherischen Rassisten nicht gelungen ist, mit dem Holocaust die enge Beziehung zwischen deutschem und jüdischem Geistesleben nachhaltig zu zerstören.

In Kitzingen trug Elazar Benyoetz eine Auswahl seiner Aphorismen vor, allerdings in einer Dichte, dass sein Publikum kaum folgen konnte. Jeder Aphorismus hätte ein längeres Nachdenken erfordert. Einfacher und damit nachwirkender waren seine Meditationen über die biblischen Geschichten von Kain und Abel oder die Opferung Isaaks.

Natürlich kreisten mehrere der prägnant formulierten Sätze auch um den dunklen Tiefpunkt deutsch-jüdischer Geschichte; letztlich aber blieb der Eindruck: die Shoah war nicht das Ende.

Eingeladen hatte neben dem Träger- und Förderverein ehemalige Synagoge Obernbreit e.V. der Arbeitskreis Gehwissen, Iphofen und der gastgebende Förderverein ehemalige Synagoge Kitzingen.