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Am 21. Mai, dem internationalen Museumstag findet in der ehemaligen Synagoge ein Vortrag von Pfarrer Schlumberger zum Thema

„Politische und wirtschaftliche Unsicherheit als Auslöser von Antisemitismus am Beispiel zweier Orte in Unterfranken.“

statt.

Zum Inhalt:

1866 war ein politisch unruhiges Jahr in Unterfranken. Die letzte Schlacht im sog. Deutschen Bruderkrieg, der in Wirklichkeit ein Krieg um die Vorherrschaft in Deutschland zwischen Österreich und Preußen war, fand bei Üttingen statt. Nicht weit davon entfernt gab es zwischen den Bürgern in Wiesenfeld und Laudenbach „Ein fürchterlicher Spektakel in unserem Ort.“

Im Mai und Juni kam es in beiden Ortschaften zu schweren Übergriffen auf die jüdische Minderheit, die archivalisch gut belegt sind. Antisemitische Parolen machten die Runde, Fenster wurden eingeschlagen und Dächer beschädigt.

Die Ortsbewohner bedienten sich antisemitischer Vorurteile wie Wucherzinsen und angeblichen Betrug jüdischer Händler zur Begründung der Schandtaten.

Schlumberger wird in seiner lebhaften Art nicht nur die Fakten präsentieren, sondern auch die sozialen Hintergründe analysieren und so exemplarisch Wurzeln des Antisemitismus beleuchten.

Termin: Sonntag, 21. Mai 2017

Zeit: 20.00 Uhr

Eintritt frei