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Am10. September 1942 wurden die letzten drei jüdischen Personen aus Obernbreit nach Theresienstadt deportiert. 75 Jahre später steht der 10. September 2017, in Obernbreit statt des offiziellen Mottos unter der Devise „Macht und Machtmissbrauch“ im Gedenken an die Brüder Rudolf und Leopold Sänger, die bis zuletzt einen Textilladen im Ort führten. In einem Feature am Abend des Tages werden Dokumente mit Bezug zu den Sängers gelesen. Bilder und ein Hörbeispiel stellen den gesamtgeschichtlichen Zusammenhang her. Der Abend versucht, den Zuhörern nahezubringen, wie Machtfülle Schritt um Schritt zu unbegrenzter Überheblichkeit und schließlich zu unmenschlicher Grausamkeit führte.

Zum Tag des offenen Denkmals sind nicht nur ehemalige Synagoge und Mikwe zu besichtigen, sondern auch eine Ausstellung in dem Gebäude, die zeigt, wie der NS-Staat seinen Einfluss auf fast alle Bereiche des täglichen privaten Lebens ausweitete. Vom Ahnenpass über mehrere Stücke aus Lesebüchern der Zeit, Anordnungen der Schulbehörden, Erziehungsziele von Hitlerjungen und BDM bis zur organisierten Freizeitgestaltung werden teíls Originaldokumente gezeigt.

 

Haus der Sängers. Reproduktion: F. Heidecker
Haus der Sängers. Reproduktion: F. Heidecker

 

Synagoge mit Mikwe und Ausstellung sind geöffnet

Sonntag, 10. September 2017

11.00 Uhr bis 18.00 Uhr

 

Zum Feature lädt der Träger- und Förderverein ehemalige Synagoge Obernbreit

in die ehemalige Synagoge ein

Sonntag, 10 September 2017

20.00 Uhr

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei