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Die Gelegenheit, die vor den Faschingsferien in der Katholischen Religionslehre behandelten Lehrinhalte zu vertiefen, nahmen die Oberstudienrätinnen Andrea Heilmann und Beatrix Schönner mit den Klassen 9a und 9b wahr und besuchten die ehemalige Synagoge in Obernbreit.

Höhepunkt der Exkursion war natürlich der Gang in die Mikwe. Als gutes Zeichen für die Qualität des Unterrichts kann gewertet werden, dass die Schülerinnen und Schüler wenige Fragen zum Judentum im Allgemeinen an den Hausherrn des Gebäudes stellten. Ihr Interesse konzentrierte sich auf Fragen zur Einrichtung der Obernbreiter Synagoge. Es wurde ihnen gezeigt, dass an den Wänden die Geschichte des Gebäudes noch abzulesen ist: Die Stelle, wo die Küche des Vorsängers war, markiert ein historischer Rußfleck; wo der Thoraschrein stand, kann man an der Farbe der Steine, mit denen die Lücke geschlossen wurde, einige Phasen des Umbaus nachvollziehen.

 

Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums in der ehemaligen Synagoge. Foto: Heidecker
Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums in der ehemaligen Synagoge. Foto: Heidecker

 

Auf die Frage eines Schülers hin, wie viele Juden heute in Obernbreit leben, wurden die Besucher aufgefordert, die Zahl zu schätzen. Das Ergebnis war erstaunlich: zwischen 1% und 20%. Den daran anschließenden Exkurs über die Geschichte der Juden in den Herkunftsorten der Schülerinnen und Schüler und die Folgen der Ermordung jüdischer Mitbürgerrinnen und Mitbürger im Dritten Reich verfolgten die Besucher mit Interesse und Betroffenheit. So gibt es in ganz Unterfranken nur noch eine einzige jüdische Gemeinde ­­– in Würzburg.

 Der Träger- und Förderverein ehemalige Synagoge Obernbreit e.V. bedankt sich bei den Lehrkräften des Gymnasiums Marktbreit für die stete Zusammenarbeit von Schule und dem „Ort des Erinnerns und der Begegnung“, die ehemalige Synagoge.