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1748 war die jüdische Kultusgemeinde von Obernbreit so zahlreich und vermögend geworden, dass sie für 200 fl von Raphael Mandel ein Grundstück kaufen konnte, „worauf sie eine Synagoge erbaute“. (Ren. Grundstückskataster StA Würzburg). Als eine der wenigen Landsynagogen hat das Gebäude 270 Jahre überdauert und die darunter liegende Mikwe ist einzigartig in ganz Unterfranken, was Tiefe und Erhaltungszustand angeht.

Der gegenwärtige Eigentümer, der Träger- und Förderverein ehemalige Synagoge Obernbreit, nimmt dies zum Anlass, die Bevölkerung zu einer Geburtstagsfeier am 17. Juni 2018 einzuladen. Sie beginnt am frühen Nachmittag mit Bewirtung der Gäste in und um die ehemalige Synagoge und einer Ausstellung. Da ältere Darstellungen unbekannt sind, beschränkt sich die Bilderausstellung darauf, die letzten 13 Jahre der langen Geschichte zu dokumentieren. Der Höhepunkt des Tages ist eine Revue des 18. Jahrhunderts, aus Obernbreiter Sicht, wobei ausschließlich Obernbreiter Chroniken zitiert werden, die mit historischen klassischen Gemälden visualisiert und von passender Musik begleitet werden.

Viehseuchen, Wetterkatastrophen und Hungersnot prägten die Sorgen und Ängste der Obernbreiter zu der Zeit, als man in Obernbreit eine Synagoge baute.

 

Foto der neugestalteten Eingangstüre: Foto: Heidecker
Die neugestalteten Eingangstüre. Foto: Heidecker

 

Der Verein freut sich darauf, das ehrwürdige Gebäude in seiner neuen Bestimmung, einem Ortes der Erinnerung und des Begegnens, seinen Gästen zeigen zu können und lädt die Bevölkerung von Obernbreit und Umgebung zu einer gemeinsamen „Geburtstagsfeier“ ein.

Programm am 17. Juni 2018:

14.00 Uhr bis 17.00 Uhr

im Gebäude: Ausstellung von Bildern

zur Restauration und zu Aktivitäten des Vereins

14.00 Uhr bis 17.00 Uhr

im Gebäude und außen: Bewirtung der Gäste

Musik: Duo Harmonik

20.00 Uhr

„Als man in Obernbreit eine Synagoge baute“

Eine Revue des 18. Jahrhunderts aus Obenbreiter Chroniken mit historischen klassischen Gemälden visualisiert und mit sorgfältig ausgewählter Musik.

Eintritt frei