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Das bäuerliche Leben im Bayerischen Wald gegen Ende des 19. Jahrhunderts, die Armut, das Elend, die Unterdrückung der Frauen sind die beherrschenden Themen in diesem Film. Das Mädchen Emerenz Meier, im Film 10 Jahre alt, erlebt die Nöte und die Ungerechtigkeiten, sie lehnt sich dagegen auf, soweit es ihr möglich ist. Als eigenwillig und aufsässig wird sie beschrieben, weil sie sich in das herzlose, menschenverachtende Leben auf dem Dorf nicht bereitwillig einfügt.

Bild aus dem Film Schiefweg. Foto:  Archiv des Bayrischen Rundfunks/Chr. Hayer

Bild aus dem Film Schiefweg. Foto:  Archiv des Bayrischen Rundfunks/Chr. Hayer 
Bilder aus dem Film Schiefweg. Foto: Archiv des Bayrischen Rundfunks/Chr. Hayer

Sie hilft ihrem Onkel beim „Verslschreiben“ und wird später selbst Schriftstellerin. Der anfängliche Erfolg bleibt dann aber aus und sie wandert wie so viele andere schließlich 1906 nach Amerika aus. 1928 stirbt sie heimatlos und verarmt in Chicago.
Der Film wurde 1986 im Auftrag des Bayerischen Rundfunks unter der Regie von Jo Baier gedreht. Alle Rollen sind mit Laiendarstellern besetzt; sie sprechen den Dialekt dieser Gegend, wodurch das Leben in „Schiefweg“ sehr authentisch wirkt.
1989 wurde der Film mit dem Adolf-Grimme-Preis in Silber für Buch und Regie und für die Kameraführung ausgezeichnet.

 

PS: Die Schriftstellerin Emerenz Meier dürfte bereits denen bekannt sein, die die Ausstellung der Schafkopfkarten anlässlich unseres ersten Frauenschafkopfturniers besucht haben. Sie reiht sich ein - als „Grün-Unter“ - in die Gruppe der Frauen, die für Emanzipation und Gleichberechtigung gekämpft haben bzw. dies immer noch tun.

Der BR hat uns diesen Film dankenswerterweise kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Termin: Sonntag 26. Mai 2019, 18.00 Uhr

Ort: Ehemalige Synagoge Obernbreit

Dauer: 111 Minuten

FSK: Ab 16 Jahre

Der Eintritt ist frei.