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"Gemeinsam Denkmale erhalten" ist das Motto des Tages des Offenen Denkmals 2016. Könnte es ein besseres Beispiel dafür geben als die Freilegung und Umgestaltung von ehemaliger Synagoge und Mikwe in Obernbreit? Bürgerinnen und Bürger, Vereinsmitglieder, der Markt Obernbreit, Zuschussgeber aus Bayern und der EU haben zusammen geholfen, dieses Denkmal vor dem Vergessenwerden zu retten und es zu einem Ort des Erinnerns und der Begegnung umzugestalten.
Der Träger- und Förderverein ehemalige Synagoge Obernbreit e.V. möchte am 11. September dieses gelungene Gemeinschaftsprojekt möglichst vielen Besuchern zeigen. Synagoge und Mikwe sind geöffnet von 11.00 bis 18.00 Uhr mit laufenden Informationen zur Geschichte des Gebäudes und zum Sanierungskonzept.
Der Erinnerung an die relativ neue Geschichte dient die gleichzeitig in der ehemaligen Synagoge stattfindende Ausstellung „Der kalte Krieg“, eine Wanderausstellung des Berliner Kollegs Kalter Krieg und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Neben zahlreichen Texten, historischen Aufnahmen und Karikaturen ist auf jeder der großflächigen Schautafeln ein QR-Code, der zu Filmdokumenten im Internet verlinkt.

Karrikatur
Karrikatur als Teil der Ausstellung



Die Ausstellung zeigt ein kompaktes und kompetent gestaltetes Panorama der Ereignisse, von denen die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts geprägt wurde.


Ausstellung und ehemalige Synagoge mit Mikwe
in Obernbreit An der Synagoge 1
geöffnet
Sonntag, 11. September
11.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Eintritt frei

Wer unter Kunstunterricht noch das gute alte Schulfach „Zeichnen“ verstanden haben sollte, muss nach Betrachten der Arbeiten aus dem Kunstunterricht des Gymnasiums Marktbreit radikal umdenken.

Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Marktbreit lasen in der ehemaligen Synagoge Obernbreit aus einem empörten Brief, den eine Schweizer Mädchenklasse 1942 gegen die rigide Flüchtlingspolitik gegenüber Deutschen an ihre Regierung geschrieben hatte. die Die Auseinandersetzung der modernen Jugendlichen mit Intoleranz, Ausgrenzung und bisweilen Furcht vor menschlicher Nähe zog sich durch den ganzen Abend.

„zARTer Raub“ wählte Angelika Wanninger als Motto ihrer Bilderausstellung in der ehemaligen Synagoge Die Inspiration zu den Bildern entnimmt sie Pflanzen,Blumen und Blättern in zarter Annäherung. „Die Pflanzen helfen mir, inneren Befindlichkeiten und persönlichen Erfahrungen einen fließenden Ausdruck zu verleihen.“ (Angelika Wanninger).

„Denk ich an Deutschland in der Nacht,

dann bin ich um den Schlaf gebracht.“

. .- . so schrieb Heinrich Heine in seinem Pariser Exil. Ein demokratisches Deutschland war das Sehnsuchtsland Heines 1844; ein sicheres Deutschland ist das Sehnsuchtsland von Tausenden von Flüchtlingen 2016.

Das Gymnasium Marktbreit und der Träger- und Förderverein ehemalige Synagoge Obernbreit e.V. laden ein zu einem Themenabend mit Musik, Gedichten und Texten:

Die Untiefen menschlicher Nähe – Texte gegen Eingrenzung, gegen Ausgrenzung, für Grenzüberschreitung“

 

Zeit: Freitag, 29.04.2016

Ort: Ehemalige Synagoge Obernbreit

Beginn: 19.30 Uhr

Eintritt frei

Plakat für Themenabend des Gymnasium Marktbreit
Plakat für Themenabend des Gymnasium Marktbreit