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„Jetzt ist Sommer, egal ob man schwitzt oder friert“ - mit diesem Refrain aus einem Song der Wise Guys eröffnete der Popchor „ad libitum“ sein Konzert in der ehemaligen Synagoge in Obernbreit.

Dass niemand fror, dafür sorgten die hochsommerlichen Temperaturen und die Tatsache, dass das Auditorium dicht gedrängt saß und hingerissen den Darbietungen folgte.

Plakat Ad Libitum
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Nachkriegsgeschichte aufzuklären, hatten der Förderverein ehemalige Synagoge Kitzingen, der AK Ge(h)wissen Iphofen und der Träger- und Förderverein ehemalige Synagoge Obernbreit e.V. eingeladen.

Zahlreich „wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Meer“ sollten seine Nachkommen werden. Dies war das Versprechen Jahwes an Abraham. (1. Mose 22; 17) Zahlreiche Nachkommenschaft wünschten sich früher nicht nur jüdische Väter. Dieser Wunsch schien für die alteingesessene jüdische Familie Sänger in Obernbreit auf besonders grausame Art nicht in Erfüllung zu gehen. 1942 wurden die beiden letzten Junggesellen der Familie deportiert und im KZ ermordet.

Viele Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und aus den KZ-Befreite konnten oder wollten nicht in ihre Vorkriegsheimat zurück. Im russischen Einflussbereich wurden sie als Kollaborateure verfolgt und oft direkt nach Sibirien in neue Lager deportiert. Juden, die nach Israel wollten, erhielten von der englischen Mandatsmacht keine Einreise Erlaubnis. So mussten sie in Deutschland als displacedpersons (DP) wieder in Lagern leben.Für sie bedeutete das Kriegsende keine Befreiung.